Kindgerechte Sprache und viele kreative Ideen
Der erste Band von Petronella
Apfelmus von Sabine Städing hat meine 5-jährige Tochter so sehr begeistert,
dass sie mich ständig bat weiterzulesen. Der Grund dafür mag vor allem sein,
dass man stets während des Lesens wissen will, wie die Geschichte um Petronella
und die beiden befreundeten Kinder Lea und Luis Kuchenbrand weitergeht. Auch
als Erwachsener hat man beim Vorlesen seine helle Freude, was auch an der
eingängigen Sprachgestaltung liegt, die man gut szenisch vortragen kann. Die
Hexe Petronella, die zunächst die neuen Nachbarn, Familie Kuchenbrand, aus
ihrem Garten mit diversen Zaubereien vertreiben will, doch dann die beiden
Kinder Lea und Luis in ihr Herz schließt, sie immer öfter bei sich im Apfelwohnhaus
als Gäste begrüßt und ihnen letztlich sogar mit ihrem geheimen Hexenrezept
dabei hilft einen Kuchenbackwettbewerb zu bestreiten, was den unsympathischen
Herrn Kümmerling auf den Plan ruft, besticht durch ihr kreatives, umsichtiges
Handeln als Beschützerin ihres Gartens und ihre Liebenswürdigkeit, die sich
aber erste im Laufe der Geschichte herausstellen muss. Daneben enthält die
Geschichte viele weitere kreative und gefällige Ideen und Figuren, wie z.B. die
magische Strickleiter, die die Protagonisten schrumpfen und wachsen lässt, die
zahlreichen Zaubersprüche, die dienstbeflissenen Apfelmännchen oder den Helfer
Lucius, einen Hirschkäfer, sowie die ahnungslosen Eltern von Lea und Luis, die
nichts von der Existenz der Hexe Petronella wissen, oder auch den
unsympathischen Herrn Kümmerling. Alles in allem ein tolles Kinderbuch, das
durch eine kindgerechte Sprache überzeugt. Nur mit den intermedialen Hinweisen
auf z.B. Jack Sparrow oder die Transformers habe ich mich beim Vorlesen
schwergetan.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen