Science-Fiction mit Gruselfaktor
Halley steckt in der Klemme. Sie ist auf der Flucht und braucht dringend einen Job. Da kommt ihr ein Angebot gerade recht. Sie soll auf dem Schiff Elysium Fields, auf dem sich Menschen schon seit mehr als einem Jahrhundert im Kryoschlaf befinden, die Korridore patrouillieren und ein Auge auf die Technik haben. Halley nutzt diese Gelegenheit, um auf dem Schiff unterzutauchen.
Bei den „Bewohnern“ der Elysium Fields handelt es sich teils um bekannte Politiker und Prominente, die den Tod durch das Einfrieren zu überlisten glaubten. Ihnen wurde versprochen, dass sie eines Tages wieder zum Leben erweckt werden. Allerdings ist dem Projekt schon vor langer Zeit das Geld ausgegangen, so dass sich die Schlafenden noch immer in den Kryokapseln befinden und dort ihr Dasein fristen. Es stellte sich heraus, dass das Verfahren der Kryostasis nicht funktionierte. Menschen, die man versuchsweise aus dem Kryoschlaf aufweckte, starben wenig später an multiplem Organversagen.
Nachdem Halley den Job auf der Elysium Fields antritt, kommt es wie es kommen muss. An Bord des Schiffes herrscht eine unheimliche Atmosphäre (auch verursacht durch eine beängstigende Geräuschkulisse). Der Job zerrt an ihren Nerven. Schon bald bildet sie sich Dinge ein. Das Alleinsein auf dem Schiff setzt ihr zu. Die Patrouille auf den Korridoren wird zu einer anstrengenden Routine. Der Job ist eintönig, langweilig und unterfordert sie. Halley betrachtet die eingefrorenen Körper und informiert sich über die „Bewohner“. Sie führt viele Selbstgespräche.
Irgendwann kommt Halley einem Geheimnis auf die Spur. Sie entdeckt, dass weiterhin Menschen eingefroren werden, die dafür eine hohe Summe zahlen. Alte Körper in den Kryokapseln werden ausgetauscht und durch neue ersetzt. Auch entdeckt sie an Bord holographische KIs, die mit ihr zu kommunizieren versuchen. Sie warnen Halley vor einer Gefahr auf dem Schiff und rufen sie zur Flucht auf. Was hat es damit auf sich? Und was wird Halley nun unternehmen? Aufgrund ihrer schwierigen persönlichen Situation hat sie kaum Mittel und Wege, etwas dagegen zu tun. Oder doch?
Was mich bei der Lektüre störte, war der Umstand, dass in Halley Gedankenwelt immer mal wieder Figuren namentlich auftauchten, zu denen man keine weiteren Hintergründe erfuhr. Sie tauchten aus dem Nichts auf und spielten auf einmal eine Rolle. Nervig! Vor allem auch dadurch empfand ich den Schreibstil stellenweise als sperrig. Weiterhin kam keine Spannung auf. Der angelegte Gruselfaktor erreichte mich beim Lesen überhaupt nicht. Und ab einem gewissen Punkt driftete die Handlung dann ins Horror-Genre ab. Da hat mich das Buch dann leider gänzlich verloren. Den Horror-Elementen konnte ich nichts abgewinnen, zumal mir Hintergründe und Erklärungen dazu fehlten. Insgesamt ein enttäuschendes Buch. Ich bin mir unsicher, ob ich es mit weiteren Werken der Autorin probieren werde.
Querverweise:
Weitere Bücher, in denen das Thema "Kryostasis" auftaucht:
Pätzold, Oliver - Esomenia. Wiedergeburt
Pätzold, Oliver - Esomenia. Revolution
Taylor, Dennis E. - Ich bin viele






