Ein Haus mit dunklen Geheimnissen
Der Einstieg in den Thriller erfolgt unmittelbar und ist gelungen: Bei Aufräumarbeiten im neu bezogenen Haus entdeckt der Ich-Erzähler Adam hinter einer Trockenbauwand einen verborgenen Raum. Eine Kommode darin erregt Adams Aufmerksamkeit. In ihr befinden sich einige Gegenstände, die mit Ausnahme einer Uhr keinen großen Wert zu besitzen scheinen. U.a. entdeckt Adam auch ein altes Klapphandy in der Kommode.
Und ab diesem Zeitpunkt nimmt das Unheil seinen Lauf. Spaßeshalber testet die Familie das gefundene Handy auf Funktionalität und lädt es auf. Sie stößt auf eine gespeicherte Nummer, die sie zu kontaktieren versucht. Sie hinterlässt auf der Mailbox eine Nachricht mit der Bitte um Rückruf. Adam verkauft derweil die Uhr bei einem Antiquitätenhändler und erhält dafür noch eine stolze Summe. Doch im Nachhinein stellt sich der Verkauf der Uhr als zu voreilig heraus. Denn eines Tages meldet sich doch jemand auf die Nachricht, die die Familie mit dem Klapphandy hinterlassen hat. Die Familie erhält eine SMS mit der Bitte, die gefundenen Gegenstände herauszugeben…
Was zu Beginn ebenfalls gut zum Ausdruck kommt, ist, dass die Familie im neuen Haus Eingewöhnungsprobleme hat. Die neue Umgebung ist noch ungewohnt. Der Sohn glaubt, nachts jemanden im Haus zu hören. Die kleine Tochter hat mit Albträumen zu kämpfen. Und im weiteren Verlauf der Handlung werden immer wieder neue spannungserregende Impulse gesetzt, die keine Langeweile aufkommen lassen. So entdeckt Adam z.B. in einem Vogelhaus eine versteckte Kamera, die auf den Eingangsbereich des Hauses gerichtet ist. Was steckt dahinter? Wer beobachtet die Familie? Adam stellt zudem eigene Nachforschungen zu den Gegenständen in der Kommode an und stößt dabei auf einen Vermisstenfall, der sich in der Vergangenheit ereignet hat. Nach und nach verraten die Gegenstände ihre Geheimnisse und die Situation spitzt sich immer weiter zu.
Nach meinem Empfinden ebbte die Spannungskurve über das gesamte Buch hinweg nicht ab. Immer wieder passiert etwas Neues, teils Unerwartetes. Mir wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Bedrohung für die Familie wird immer massiver. Auch das Ende empfand ich als gelungen. Insgesamt ist das Buch eine runde Sache. Für mich war es nach längerer „Durststrecke“ endlich mal wieder ein Kracher im Thrillerbereich. T. M. Logan hat mit diesem Buch bewiesen, dass er an alte Erfolge anknüpfen kann (v.a. an „The Catch“ und „Holiday“). In meinem persönlichen Ranking landet das Buch auf Platz 2, direkt hinter „The Catch“.
Querverweise:
Platz 1: The Catch (5 Sterne)
Platz 2: The Dream Home (5 Sterne)
Platz 3: Holiday (4 Sterne)
Platz 4: The Parents (4 Sterne)
Platz 5: The Mother (3 Sterne)
Platz 6: Trust Me (3 Sterne)
Weitere Thriller, in denen der Handlungsort eines "mysteriösen Hauses" eine Rolle spielt:
Ewan, C.M.: Das Ferienhaus
Geschke, Linus: Die Verborgenen
Kliem, Susanne: Das Scherbenhaus






