Gut als Rekapitulation des Films
Das Tiptoi-Buch zu „Die
Eiskönigin“ enthält auf jeder Seite schön ausgewählte Screenshots aus dem Film,
die mit zweierlei Haupttondateien unterlegt sind: passend zugehörige
Originalaudioausschnitte aus dem Film sowie die deskriptive Beschreibung der
Bildinhalte durch einen Erzähler, die auch mit Text unterlegt sind. Der Film
wird in zentrale Kapitel unterteilt. Erwähnt werden jeweils mit einem Umfang
von vier Seiten der Unfall in der frühen Kindheit, der letztlich dazu führt,
dass Anna und Elsa ihre Kindheit getrennt voneinander verbringen, danach die
Krönungsfeierlichkeiten, im Anschluss daran die Flucht Elsas in die Berge und
die Suche von Anna nach ihrer Schwester mit der Eskalation im Eispalast, dann
die Festnahme Elsas und der Rettungsversuch von Anna durch Kristoff mitsamt dem
Verrat durch Hans und abschließend auf zwei Seiten die Erlösung Annas durch
ihre Schwester Elsa, die Anna wieder zum Leben erweckt. Neben dem Hauptfilm
finden als Bonus auch die beiden Kurzfilme „Party-Fieber“ und „Olaf taut auf“
mit je zwei Seiten Berücksichtigung.
Das Tiptoi-Buch ist so konzipiert, dass der Film bereits bekannt sein muss, was bei dem gebotenen Umfang des Buchs nicht verwundern kann. Ohne das dazugehörige Hintergrundwissen aus dem Film würden die dargebotenen Screenshots zu wenig inhaltlichen Zusammenhang herstellen können. Bestimmte Inhalte finden zudem keine Erwähnung, obwohl sie zum Verständnis der Handlung wichtig gewesen wären. Andere dafür schon, obwohl sie redundant gewesen wären (z.B. der Tanz mit dem Herzog von Pitzbühl). Um nur wenige Beispiele zu nennen: Der Tod der Eltern von Anna und Elsa, der ja zum Schließen der Tore des Palastes führt, wird nicht erwähnt, ebenso wird die gegenseitige Annäherung von Hans und Anna bei dem Krönungsfest von Elsa zu kurz dargestellt und nicht zuletzt wird die Errichtung des Eispalastes nicht thematisiert, obwohl diese Sequenz im Film vor allem auch durch die musikalische Untermalung auf die jungen Zuschauer durchaus Eindruck hinterlässt. Damit komme ich zum nächsten Kritikpunkt: die Musik. Sie fehlt in diesem Tiptoi-Buch, was ich schade finde, denn der Film lebt ja auch von dem Soundtrack. Zumindest kurze Ausschnitte aus den Liedern hätten doch integriert werden können. Vielleicht hätte man sich die zwei Kurzfilme als Zugabe gespart, zumal diese sehr verkürzt dargestellt werden, und dafür doch mehr Gewicht auf den Hauptfilm legen sollen.
Dabei wird auch darauf
eingegangen, wie die Seeräuber ihre Beute aufteilten, auf welche Weise sie ausgelassen
im Hafen feierten und dass sie stets um ihr Leben fürchten mussten, wenn sie
gefasst wurden. Besonders hervorzuheben sind die Seiten, in denen auf die
Hintergründe berühmter Piraten eingegangen wird, und die Tondateien, die
Seemannslieder abspielen. Letztere sind bei meiner 5-jährigen Tochter auf
besonderes Interesse gestoßen.
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