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Sonntag, 26. Juli 2026

Mara, Andrea - Alles ihre Schuld



Einstieg top, der Rest Flop




Ein Einstieg, der die Leser sofort in seinen Bann zieht. Marissa möchte ihren Sohn Milo von einer Spieleverabredung bei einem Freund abholen. Doch an der ihr mitgeteilten Adresse ist Milo nicht aufzufinden. Dort öffnet ihr nur eine Unbekannte die Tür, die nichts von einer Verabredung weiß. Wo steckt Marissas Sohn?


Marissa versucht die Mutter des Freundes zu kontaktieren, doch ihr wird mitgeteilt, dass die Nummer nicht vergeben ist. Was ist da los? Liegt nur ein Missverständnis oder eine Verwechslung vor? Oder steckt mehr dahinter? Die Hauseigentümerin, die Marissa die Tür geöffnet hat, weiß auch nicht weiter. Doch sie unterstützt Marissa dabei, ihre Gedanken zu sortieren und nicht zu sehr in Panik zu verfallen. Vielleicht gibt es doch eine logische Erklärung für alles?


Es werden weitere Mütter aus der Klasse von Milo kontaktiert, doch niemand kann helfen. Die Aufklärungsversuche von Marissa führen ins Leere und ihre Verzweiflung, ihre Panik und ihre Verwirrung werden sehr gut deutlich. Man kann sich gut in die Lage der Mutter hineinversetzen und ist emotional am Geschehen beteiligt. Schließlich wird die Sache ernst. Die Polizei wird eingeschaltet. Der Sohn gilt fortan als vermisst und die Suche nach ihm beginnt. Mögliche Kontaktpersonen werden überprüft. Immer neue Verdächtige geraten ins Visier. Irgendwann fällt dann der Verdacht auf ein Kindermädchen…


Die Ausgangssituation des Thrillers ist großartig arrangiert. Doch im weiten Verlauf der Handlung hat mich das Buch dann verloren. Der Schreibstil war mir einfach zu unübersichtlich und zu chaotisch. Zu viele unstrukturierte Wechsel der Blickwinkel sorgten nach meinem Empfinden für zu viel Sprunghaftigkeit und Unruhe in der Darlegung des Plots. Der Inhalt „verwässert“ schnell, auch wenn der Einstieg ins Buch sehr gelungen ist. Das Buch konnte mich leider überhaupt nicht mehr packen, so dass ich es auf S. 120 abgebrochen habe. 


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